Was ein Schloss und ein Brot gemeinsam haben

Was ein Schloss und ein Brot gemeinsam haben

Was ein Schloss und ein Brot gemeinsam haben

Minden/Bad Oeynhausen Bertermann und Schloss Ovelgönne machen gemeinsame Sache und bringen im Juli 2019 ein in Kooperation entwickeltes Produkt auf den Markt.

Alles fing an, als sich Alexander Haß, Juniorchef des Familienunternehmens Bertermann, und Johannes Schweer, Schlossmanager der Veranstaltungslocation Schloss Ovelgönne, bei einem Treffen eines Unternehmernetzwerks in Minden kennenlernten. Man war sich gleich sympathisch und verabredete sich noch mal, um Gemeinsamkeiten und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Schnell fanden die beiden eine Verbindung zwischen Backstube und Schloss: Diverse Produkte aus dem Bertermann-Sortiment, die gut zu verschiedenen Veranstaltungen des Schlosses passen.

Aber auch die Idee zur Entwicklung eines Produkts kam auf, als man über gemeinsame Nenner sprach. Beide Unternehmen stehen für regionale Produkte, haben hohe Qualitätsansprüche und legen Wert auf bewusste und hochwertige Ernährung. Die Aufgabe war die Entwicklung eines Produkts, in dem sich beide Unternehmen wiederfinden. Naheliegend war da eine bestimmte Backware, die Kernkompetenz von Bertermann. „Im Schloss Ovelgönne trifft Historie auf Moderne. Mit entsprechenden Bestandteilen wird ein Bezug zum Schloss hergestellt.“ Erläutert Johannes Schweer. So war die Idee für ein spezielles Brot geboren, nun ging es um die Details.

Behilflich bei der historischen Komponente war Dieter Büssing vom Verein Freundeskreis Wasserschloss Ovelgönne. Regelmäßig tritt er bei Veranstaltungen in historischer Gewandung als Freiherr von Weißenfels in Erscheinung, dem Erbauer des 1740 fertiggestellten Schlosses. Recherchen ergaben, dass in der Zeit viel mit Urkorn wie Emmer und Dinkel gearbeitet wurde. Es wurden erste Teige mit Urgetreide angerührt und probiert. Dinkel, mit seinem nussigen Geschmack, unterstreicht eine leichte Honignote, die ebenfalls ihren Weg ins Brot gefunden hat. Mit Quark wird das Innere des Brotes saftig gemacht und der Geschmack abgerundet. „Kartoffeln haben die Menschen schon zu meiner Zeit satt gemacht“ merkt Dieter Büssing, alias Freiherr von Weißenfels an. Darum wurde Kartoffelschrot auf der Kruste verteilt, das beim Backen eine goldene Farbe annimmt.

Nun fehlte noch die moderne Komponente. Nach diversen Geschmacksproben fiel die Wahl auf Chia-Samen.  Sie enthalten gesunde Omega-3-Fettsäuren, viele Ballaststoffe und wirken sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Obwohl schon vor 5.000 Jahren angebaut gab es in den letzten Jahren einen regelrechten Chia-Boom und die Samen fanden als vielseitig verwendbare Zutat ihren Weg in viele Rezepte. Als modernes Lebensmittel mit positiven Eigenschaften war es perfekt für das gemeinsame Brot.

Dann kam der große Tag und der Freiherr von Weißenfels besucht die Backstube von Bertermann. Gemeinsam wird das erste Schlossbrot gebacken. Bevor es in den freien Verkauf geht prüft er gemeinsam mit Bäckermeister Martin Haß persönlich die Qualität.

Das Schlossbrot wird das Brot des Monats Juli und ist in allen Bertermann-Filialen erhältlich. Im Schloss Ovelgönne wird das Brot zukünftig Bestandteil verschiedener Caterings sein.

 

Bäckerei Bertermann · Jubiläum 125 Jahre · Schlossbrot · Schloss Ovelgönne